Zu alt für eine Existenzgründung?

Kann man zu alt für eine Existenzgründung sein? „Mike, habe ich mit Ende 50 überhaupt noch eine Chance, ein Unternehmen aufzubauen?“, hat mich ein späterer Lizenz-Partner vor Jahren gefragt. Ich konnte ihm seine Zweifel schnell nehmen, denn erwiesener Maßen befand er sich im besten Gründungsalter. Das hat er in der Folge auch bewiesen. Er ist einer meiner erfolgreichsten Partner geworden. Nach Jahrzehnten in leitender Position hatte er seinen Arbeitsplatz verloren, nachdem das Unternehmen, in dem er angestellt war, verkauft worden war. Seine Chancen, noch einmal in ähnlicher Position eine Anstellung zu finden, gingen gegen Null. Ein Schritt zurück in die dritte oder vierte Reihe war für ihn nicht akzeptabel. Seine wertvollen Erfahrungen wollte er nicht für ein deutlich geringeres Einkommen verschleudern. Deshalb begann er, sich über die Gründung eines eigenen Unternehmens im Lizenz-Bereich Gedanken zu machen.

Ältere Gründer sind erfolgreicher

Eine Studie hat ergeben, dass die Gründungsprojekte der Altersgruppe 55 Plus hinsichtlich ihrer Qualität und Nachhaltigkeit beständiger und erfolgreicher sind, als die Start-ups jüngerer Existenzgründer. Das hat verschiedene Ursachen: ● Ältere Gründer verfügen häufig über eine bessere Eigenkapital-Grundlage und geraten nicht so schnell unter den Druck von Kapitalgebern. ● Sie verfügen über mehr Erfahrungen und gehen realistischer an die Gründung heran. Dadurch ist ihre Frustrationstoleranz höher und sie vermeiden Anfängerfehler. ● Oft sind Ihre Kinder groß, die Lebenssituation und Partnerschaft gefestigt. Dadurch haben Ältere den Rücken frei für ihr Vorhaben. ● Bei einigen ist es genau umgekehrt. In der Mitte des Lebens möchten sie sich umorientieren und etwas ganz Neues ausprobieren oder alte Wünsche realisieren. ● In ihrer Berufstätigkeit haben sie tragfähige Netzwerke aufgebaut, von denen sie nun profitieren können. ● Viele haben bereits Führungserfahrung und haben es gelernt, Verantwortung zu übernehmen und sich selbst zu motivieren. Immer mehr Gründungswillige 55 Plus interessieren sich für eine Gründung auf Lizenz-Basis. Sie wollen endlich selbstbestimmt arbeiten, aber das Rad nicht neu erfinden. Im Vordergrund steht bei ihnen, wieder Freude an der Arbeit haben zu wollen und ihr eigener Herr zu sein. Das soll mit eingeschränktem Risiko passieren, damit nicht alles Gesparte verbrannt wird, wenn etwas schief geht. Näher bin ich bereits an anderer Stelle auf das Thema eingegangen.

Selbstbestimmung als Motivation

Ich habe schon mit Existenzgründern gesprochen, die es mit über 60 noch probieren wollten. Nach einem erfüllten Berufsleben auf dem Sofa zu sitzen und zu warten, wie das restliche Leben an einem vorbei zieht, ist nicht ihr Ding. Sie wissen genau, dass sie noch etwas bewegen können. Auch ihnen ist die Selbstbestimmung wichtig. Sich weitaus Jüngeren unterzuordnen, kommt nicht in Frage. Etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, im eigenen Arbeitsrhythmus, mit einer Geschäftsidee, hinter der man stehen kann, ist genau die richtige Maßnahme, um auch den Jahren jenseits der 60 einen vernünftigen Sinn zu geben. Da bieten sich im Lizenz-Business bestimmte Geschäftsideen gerade zu an. Vom Homeoffice aus sein eigener Chef zu sein, bei einem überschaubaren finanziellen Einsatz und durch die Nutzung eines bewährten Konzepts, ohne eine langfristige Gründungsphase, ist doch perfekt. Ich habe damals auf die Frage geantwortet: „Worauf wartest du eigentlich noch? Du bist doch im besten Alter!“ Was noch an Know-how fehlt, z.B. im Vertrieb oder im Einsatz der Sozialen Medien, können sich Gründungsinteressierte im Rahmen unserer Infotage aneignen. Dazu kann man sich kostenlos anmelden unter www.franchise-erfolgsgarantie.de

Herzlichst Mike Warmeling

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