Businessplan – So erstellst Du ganz einfach einen Businessplan | 2018

Der Leitfaden wie Du erfolgreich einen Businessplan erstellen kannst

Was ist ein Businessplan und wozu benötigt ein Unternehmen diesen? Der Plan beschreibt die Geschäftsidee des Gründers und führt zugleich die Marktanalyse, den kapitalen Bedarf und die Ausrichtung in Hinsicht auf den Erfolg auf.

Für die Gründung Deines Unternehmens ist es wichtig, einen gut ausgearbeiteten Businessplan zu besitzen. Er dient als Überblick der Herausforderungen in der Anfangsphase Deines Unternehmens. Anhand dieser Auflistung können die Finanzgebern oder Banken bestens beurteilen, ob sie Deinem Startup einen Kredit anbieten oder nicht.

Somit lohnt es sich für Dich immer einen perfekt ausgearbeiteten Businessplan zu besitzen. Wie Du diesen aufstellst kannst, erfährst Du in diesem Beitrag hier.

Wozu benötigst Du einen Businessplan?

Die Verfassung eines solchen Plans ist einer der Grundbausteine Deiner Vorbereitung  für die Selbstständigkeit. Durchaus kannst Du diesen auch für eine Geschäftsübernahmen verwenden, denn auch dieses sollte perfekt geplant sein. Vielmehr sind nicht effektiv geplante Projekte oftmals zum Scheitern verurteilt.

Die Anfertigung eines solchen Planes dient:

  • Der Definition von strategischen und betriebswirtschaftlichen Zielen,
  • Der genauen Erläuterung des Geschäftsmodells,
  • Der Erstellung eines detaillierten Finanzplans,
  • Und er dient der Beantragung von öffentlichen Fördergelder

Die Ausmaße einer solchen Auflistung umfasst für gewöhnlich 25 Seiten und werden durch die genauen Angaben zur finanziellen Lage ergänzt.

Prinzipiell dient die Aufstellung eines Businessplans zur Überprüfung der Durchführbarkeit Deines vorgenommenen Projektes. Bei der Generierung eines solchen Plans, solltest Du alle strategisch wichtigen Geschäftszahlen und Unternehmensziele berücksichtigen. Der Masterplan sollte alle wesentlichen Maßnahmen enthalten, die für Dein Projekt getätigt werden müssen. Seien es die Schritte nach der Gründung oder die Durchführung einer großen Investition.

Bevor Du einen Businessplan erstellst, solltest Du Dir im Klaren sein, wohin die Reise gehen soll. Dazu zählen die Auswahl der gewünschten Zielgruppe und die Funktion Deines zu erstellenden Plans. Exakt diese ist ein unverzichtbares Mittel, um den Kreditgebern und finanzielle Partner ein Bild zu vermitteln, worum es in Deinem Business geht.

Potenzielle Käufer und Lieferanten entscheiden sich häufig auf der Basis von Deinem Geschäftsplan, ob sie eine Kooperation oder ein geschäftliches Verhältnis mit Dir eingehen möchten oder nicht. Auch für die öffentlichen Förderungen benötigst Du eine detaillierte Auflistung deiner Firma.

Hierzu sollte nur schnell gesagt sein, dass die Bereiche der Förderinstitute sehr vielseitig sind. Genau so vielseitig sind auch die dazugehörigen Förderprogramme. Grade für die Gründung einer neuen Firma gibt es Institute, die in ihrem Fördermodell sehr interessant sind. Dazu zählen die KfW und der Gründerzuschuss vom Arbeitsamt.  Auch die Fördermittel der Länder können sehr umfangreich sein.

Die meiste Bedeutung hat der Businessplan aber für Dich als Gründer. Denn durch die intensive Bearbeitung der einzelnen Teilabschnitte des Plans ist sichergestellt, dass Du Dich mit allen essentiellen Fragen der Gründung befasst. Wichtig zu erwähnen ist hier nur, dass Du den Businessplan erstellst, bevor Du Deinen Einfall umsetzen willst. Denn nur so kannst Du Dir sicher sein, dass Dein Unterfangen eine Perspektive hat.

Der Aufbau eines Businessplans

Businessplan erstellen

Als kompletter Laie ist es nicht ganz einfach einen Businessplan zu erstellen. Du kannst diese folgende Gliederung als Leitfaden verwenden, um einen systematischen Aufbau zu gewährleisten. Die Auflistung beinhaltet häufig diese 9 Punkte, dennoch ist er so variabel wie jede Gründung.

  1. Executive Summary
  2. Angaben zu Dir als Gründer
  3. Geschäftsidee
  4. Marktanalyse und Vergleich des Wettbewerbs
  5. Unternehmensstrategie und –ziel
  6. Marketingausrichtung
  7. Organisatorische Auflistung
  8. Finanzplan
  9. Stärken- und Schwächenanalyse

Brillant ist es, wenn Dein Businessplan lesefreundlich aufgebaut ist. Denn dieses ist insbesondere dann wichtig, wenn Du Geldgebern oder Finanzinstitute von Deiner Geschäftsidee begeistern möchtest. Denn diese Leute begrüßen es, solch eine detaillierte Auflistung zu erhalten.

1. Executive Summary

Die Executive Summary ist eine Zusammenfassung Deines Gründungsplans. Sie sollte ungefähr eine Seite lang sein und alle primären Fakten auflisten. Es ist wichtig, dass Du mit der Zusammenfassung die Aufmerksamkeit Deiner Investoren weckst. Denn interessant zusammengefasste Businesspläne führen öfter zum gewünschten Erfolg.

2. Angaben zu Dir als Gründer

Die Vorstellung Deiner Person ist von großer Bedeutung für den Adressanten. Denn schließlich entscheidet Deine Persönlichkeit über den Erfolg Deines Unterfangens. Ein ausführlicher Lebenslauf sowie die Aufzählung der Erfahrungen und der Qualifikationen ermöglichen es dem Investor, Geschäftspartner oder der Bank einen umfassenden Eindruck von Dir als Person zu bekommen. Anhand dieser Daten können sie ihr Vertrauen Dir gegenüber aufbauen.

3. Geschäftsidee

Auch eine genaue Erläuterung Deines existenzgründenden Einfalls gehört als Information in den Businessplan. In dieser sollte hervorgehen, welchen Mehrwert Dein Produkt gegenüber der Konkurrenz hat. Es ist sehr wichtig, dass Du das tust, denn nur so kannst Du die volle Aufmerksamkeit auf dein Produkt ziehen und. Wenn das Interesse eines Investors geweckt ist, sind die Chancen höher eine Investition zu bekommen.

4. Umfeldsanalyse und Vergleich des Wettbewerbs

In der Marktanalyse beschreibst Du Dein unternehmerisches Umfeld. Dazu gehört zu einem eine kurze und detaillierte Aufführung Deines angestrebten Zielmarktes. Eine Beschreibung von der Größe des ausgewählten Marktes und das angestrebte Absatzvolumen, welches Du erreichen möchtest. Durchaus gehört auch eine Aufstellung der Schwächen und Stärken Deiner Konkurrenten dazu. Diese dient zur Veranschaulichung Deines Potenzials gegenüber dem Wettbewerb.

Ein Tipp: Um Deinem Businessplan mehr Überzeugungskraft zu verleihen, sollten die Angaben zu Deiner Umsatzplanung so präzise wie möglich belegt sein. Passende und zugleich plausible Argumente könnten dieses zusätzlich unterstützen. Auf alle Fälle sollte vermieden werden, dass Daten angegeben werden, die nicht stimmen. Diese könnten Deinem Unterfangen schädigen.

5. Unternehmensstrategie und –ziele

In diesem Abschnitt solltest Du Deinen Umsatzplan präsentieren. Er sollte klar definieren, welche Umsätze Du erreichen willst und mit welchen strategischen Maßnahmen das geschehen soll. Die Maßnahmen kannst Du in Pakete unterteilen. Vielmehr dienen sie als Meilensteine auf dem Weg zu Deinem Ziel.

Dabei solltest Du den Fokus auf die wesentlichen Maßnahmen legen, wie ein Umbau Deiner Firma, den Termin Deiner Eröffnung des Unternehmens oder ähnliches. Wichtig ist, dass Du darauf achtest, dass alle Fakten so übersichtlich wie möglich dargestellt werden. Das dient Dir dazu, den Interessenten eine bestmögliche Transparenz zu gewährleisten.

6. Marketingausrichtung

Bei der Erschaffung eines erfolgreichen Geschäftsplans, kommst Du an einen Marketingplan nicht vorbei. Das Marketing spielt eine wichtige Rolle für Deine Existenzgründung. Denn mit dem Marketing versuchst Du Deinen Geldgebern davon zu begeistern, dass hinter Deiner Idee auch ein gewinnbringender Absatzmarkt steckt.

Diese Dinge sollte ein kompletter Marketingplan besitzen:

  • Eine Marketinganalyse,
  • Das Marketingziel,
  • Die Marketingstrategie,
  • Und das einzusetzende Marketinginstrument

Bei dem Marketinginstrument geht es darum, dass Du die gewählte Struktur aufzeigst, mit der Du Deinen ausgewählten Kundenstamm in der ausgewählten Branche erreichen willst. Vielmehr kann man sagen, wie Du sie überzeugen willst, Dein Produkt zu kaufen.

7. Organisatorische Auflistung

Bei der organisatorischen Auflistung solltest Du die genaue Rechtsform benennen, die Dein Unternehmen beschreibt. Dazu gehört die Eigentümerstruktur und die exakte Verteilung der Anteile des Unternehmens. Die Besonderheiten Deiner Organisation in der Firma solltest Du gegebenenfalls auch aufführen.

Dazu gehört vielleicht der Gedanken Personal einstellen zu wollen, dann wäre es vom Vorteil auch dieses zu erwähnen. Denn so können sich die Geldgeber ein umfangreiches Bild von Deinem Geschäftsmodell machen.

8. Finanzplan

Gründer Business Plan

Um am Ende eine Finanzierung zu bekommen, sollte Dein Finanzplan aus sechs Teilplänen bestehen, in denen Du gezielt auf Deine finanzielle Lage im Einzelnen eingehen kannst.

  • Der Umsatzplan: Dort werden alle angestrebten Netto-Umsätze ohne Mehrwertsteuer dokumentiert. Dieses dient zur Visualisierung alles Umsätze im Betrieb.
  • Der Kostenplan: Aus diesem gehen die fixen, die variablen und personellen Kosten hervor. Zu dem Kostenplan sollten auch all die finanziellen Aufwendungen aufgeführt werden, die bei der Gründung Deiner Existenz entstehen. Dazu zählen gegebenenfalls die finanzielle Aufwendungen des Rechtsanwaltes, des Notars, der Zulassungen, des Grundstücks, und vieles mehr.
  • Der Finanzierungsplan: Er zeigt auf, wie Du Deinen Liquiditätsplan aufgestellt hast, um den Kapitalbedarf decken zu können. Das kann durch Eigen- oder Fremdkapital der Fall sein. Beim Eigenkapital geht es darum, was Du selber mitbringst und beim Fremdbezug sind es finanzielle Mittel oder das Know-How von anderen Personen.
  • Der Liquiditätsplan: In diesem sollte beschrieben werden, wie die finanziellen Engpässe überbrückt werden. Finanzielle Engpässe sind Phasen, wo Dir nicht viel Geld zur freien Verfügung steht, um anstehende finanzielle Umstände zu begleichen. Denn zwischen der Rechnungsstellung und dem Zahlungseingang kann oft ein größerer Zeitraum entstehen. Somit sollte mit dem Support des Plans ein Konzept dargestellt werden, wie Du dieses im Notfall überbrücken willst. Gerade in der Anfangsphase ist eine ausreichende Liquidität essentiell. Hilfreich hierbei ist, dass die Strategie so ausgelegt wird, dass sie für Monate oder Quartale ausgearbeitet ist.
  • Der Investitionsplan: Bei der Aufführung ist darauf zu achten, dass alle Investitionen aufgelistet sind, die bis zum Gründungszeitpunkt getätigt werden müssen. Das verschafft dem Investor eine gute Übersicht über Dein Projekt. Beispielsweise sind das Unkosten für Baugeräte, Fahrzeuge, Geschäftsräume, Maschinen oder ähnliches.
  • Der Rentabilitätsplan: Dieser zeigt die Gegenüberstellung des Umsatzes und dem anfallenden finanziellen Aufwand. Wenn der daraus resultierende Profit langfristig nicht rentabel genug sein sollte, ist es von Nöten, Deine Teilplanung noch einmal zu überprüfen. Vielleicht hast Du an der einen oder anderen Stelle finanzielle Ressourcen, die Du einsparen kannst.

9. Stärken- und Schwächenanalyse

Deiner Stärken und Schwächen kannst Du mit der Unterstützung der SWOT-Methode ermitteln. Unter anderem kannst Du so auch die Chancen und Bedrohungen Deiner Geschäftsidee feststellen.

SWOT ist Englisch und steht für Strengths, Weaknesses, Opportunities und Threats. Übersetzt in die Deutsche Sprache lautet es Stärken, Schwächen, Gelegenheiten und Bedrohungen.

Als erstes in der SWOT-Analyse steht die Ermittlung der Stärken und Schwächen Deines Unternehmens. Anschließend solltest Du Dir einen Moment nehmen und diese nach der Gewichtung ihrer Eigenschaften strukturieren. Dieses ermöglicht Dir einen aussagekräftigen Überblick über Deine Pro und Kontras zu bekommen. Im zweiten Step solltest Du Dich mit den Chancen und Gefahren befassen, die sich in Deinem unternehmerischen Umfeld ergeben können.

Beispielsweise könntest Du dann eine Chance haben, wenn Du mit Deinem Produkt einen bestimmten Vorteil für den User aufweisen kannst. Das kann mitunter eine bessere Qualität, ein günstigerer Preis oder ähnliches sein. Gewissen Risiken können sich durch Situationen ergeben, die auf den ersten Blick ungewiss sind. Sei es zum Beispiel durch Kooperationspartner, die abspringen, oder durch nicht verlängerte Mietverträge für Deine Büroräume. Genau solche Variablen kann man nicht zu 100% einplanen. Dennoch solltest Du sie nicht außer Acht lassen.

Anschießend solltest Du erläutern können, wie Du die Stärken und Chancen maximieren möchtest und die Schwächen und Gefahren minimieren willst. Hierzu solltest Du einige Maßnahmen entwickeln, wie Du dieses erreichen möchtest. Diese Informationen sind gegenüber den Geldgebern extrem wichtig, um ein kompetentes Bild Deiner Firma zu verschaffen.

10 Tipps um einen Businessplan zu erstellen

  1. Versetze Dich in die Sichtweise der Leser oder Interessenten. Versuche die Sichtweise zu analysieren und gehe speziell darauf ein. Denn ein Kreditinstitut interessiert sich häufig dafür, ob Dein Projekt eine finanzielle Tragfähigkeit besitzt oder nicht. Somit wäre es in diesem Beispiel von Vorteil auf die finanzielle Tragfähigkeit einzugehen.
  2. Achte auf Dein Erscheinungsbild. Es sollte eine klarer Aufbau und ein verständlicher Schreibstil gewählt werden. Dieses macht es dem Adressanten einfacher zu lesen und wirkt gleichzeitig interessanter. Beachte auch, dass Du Deinem Businessplan am Anfang eine Zusammenfassung anbei fügst. Das ist wichtig, weil es den ersten Eindruck vermittelt.
  3. Eigne Dir eine Marktexpertise an. Denn durch eine Marktstudie kannst Du wesentlich besser auf diverse Besonderheiten Deiner Zielgruppe eingehen.
  4. Die Vollständigkeit Deiner Daten ist von größter Wichtigkeit. Vor allem der finanzielle Part sollte in sich schlüssig sein, um keine falsches Bild zu vermitteln.
  5. Erarbeite eine plausible Kosten- und Umsatzprognose. Sie sollten so realistisch wie möglich mit den Meilensteinen zusammen passen, die Du Dir gesetzt hast. Das wird beispielsweise dann gebraucht, wenn es um einen Kredit von der Bank geht. Anhand dieser Aussagen wird Deine Unternehmung bewertet.
  6. Dein Businessplan sollte immer Bezug zu Deinen Alleinstellungsmerkmalen aufbauen. Denn so wird ganz schnell deutlich, wo Deine Stärken liegen.
  7. Erarbeite den Unterschied zwischen Deinem Produkt und dem des Mitbewerbers. Erläutere hierzu immer Deinen USP (Unique Selling Proposition). Ein USP ist ins Deutsche übersetzt ein Alleinstellungsmerkmal.
  8. Du solltest auch immer die Wunschgruppe und das Kundensegment benennen können, auf dem Du Dein Produkt anbieten möchtest.
  9. Das Ziel sollte es sein, die Belastungen am Anfang so niedrig wie möglich zu halten. Prüfe hierzu, ob alle Investitionen wirklich von Nöten sind. Vielleicht sind einige sogar verschieb- oder verzichtbar. Mit dieser Methodik kannst Du vermeiden, dass es anfänglichen zu einer finanziellen Überbelastung kommt.
  10. Nutze das Know-How anderer Personen. Bevor Du Dein Unternehmen gründest, solltest Du in Betracht ziehen, Dir professionelle Hilfe als Erleichterung einzuholen. So kannst Du Fehler ausschließen, die anfänglich nicht sein müssen. Die Erfahrung anderer kann Dir zeitliche und finanzielle Ressourcen einsparen.

Tools für Deinen Businessplan

Es ist immer besser einen Businessplan selber zu erarbeiten, denn so ist gewährleistet, das Deine Interessen als Existenzgründer berücksichtigt werden. Hierbei kann es durchaus von Vorteil sein, sich bestehende Businesspläne anzugucken, denn diese kannst Du möglicherweise als Leitfaden verwenden.

Möglich wäre auch, dass Du ein Online-Tool oder Softwareprogramm verwenden möchtest. Denn auch diese können Dich bei der Erstellung Deines Businessplans hervorragend unterstützen. Meistens sind es Vorlagen, die Du nur noch ausfüllen musst. Das ist aber nicht sehr individuell und kann daher Deine Interessen nicht so unterstützen, wie Du es Dir gerne wünschen würdest.

Wenn Du Dich dennoch für die Variante der vorgefertigten Medien interessieren solltest, ist darauf zu achten, dass sie Deine Wünsche bestmöglich unterstützen und im Gegenzug auch noch leicht zu bedienen sind.

Als weitere Alternative besteht die Möglichkeit, dass Du dir professionell einen Businessplan erstellen lässt.  Hierzu findest Du zahlreiche Unternehmen im Internet, die Dich dabei zielführend unterstützen. Das ist natürlich die bequemste, aber auch teuerste Variante, um sich einen Businessplan anzufertigen.

Zwei Alternativen zu einem Businessplan

Warmeling Consulting Hilfe bei Business Plan

Alternativ zu einem Businessplan gibt es zwei weitere Methoden um Dein Geschäftsmodell vorzustellen zu können.

Methode 1: Canvas

Das Modell wird eher als eine Vorstufe von einem Businessplan gesehen. Anstatt einen voll ausgearbeiteten Businessplans zu erstellen, geht es darum, die fundamentalen Schlüsselfaktoren Deiner Eingebungen zu präsentieren. Diese Technik wird häufig von Startups verwendet, um eine schnelle und aussagekräftige Präsentation vorlegen zu können. Ein Vorteil hierbei ist, dass Du Dir die Arbeit ersparen kannst, die Du sonst für die Ausarbeitung eines vollständigen Businessplans benötigst.

Methode 2: Verkaufstool Pitch deck

Diese Methode wird häufig gewählt, um eine kurze Firmenpräsentation halten zu können. Die Präsentation besteht aus einigen sehr relevanten Informationsseiten, die meistens in PowerPoint angefertigt werden. Das Pitch deck Tool wird hauptsächlich für Präsentationen im Onlinebereich mit finanziellen Partnern, Kunden, Gesellschaftern oder Gründungsmitgliedern verwendet.

Wieso Du besser einen Businessplan mit Unterstützung schreiben solltest

Es kommt oftmals vor, dass viele Existenzgründer bei der Bearbeitung eines Gründungsplans verzweifeln. Doch auch hierfür gibt es eine Lösung. Hole Dir die Hilfe bei erfahrenen Gründungsberatern.  Sie prüfen Deine Geschäftsideen, erarbeiten mit Dir alle essentiellen Zahlen und begleiten Dich bei elementaren Gesprächen. Diese Personen haben oft schon einige hundert Gründungskonzepte gelesen und können Dir mit ihrem Fachwissen eine große Stütze sein.

Die Coachings verlangen Geld für ihre Dienstleistung. Wie viel es in Deinem Fall ist, kann dann nur der Berater selber sagen. Allerdings kann sich der finanzielle Aufwand für Dich lohnen. Meistens helfen die Coaches auch dabei Fördermittel zu beantragen, was die finanzielle Aufwendung an sich wieder ein wenig schmälert.

Informationsangebote für die Businessplanerstellung

Wenn Du selber den Beistand für eine Ausarbeitung des Geschäftsplans benötigst, solltest Du die zahlreichen Informationsangebote für Unternehmer in Anspruch nehmen. Zum Beispiel durch:

Seminare für Gründer

Es gibt Seminare für Existenzgründer, die durch das Förderprogramm der Arbeitsagentur staatlich anerkannt und zertifiziert sind. Dazu zählen auch der Gründungszuschuss und das Einstiegsgeld. Diese Seminare finden regelmäßig und deutschlandweit in zahlreichen Städten statt. Dabei wirst Du in der Businessplanerstellung, der Beantragung von Fördermitteln und vielen anderen gründungsrelevanten Themen zielführend unterstützt.

Gründungsberatung

Die Berater stehen Dir bei Deiner Gründungsphase zur Seite. Meistens kennen sie sich mit der Materie der Unternehmensgründung aus, da sie oft selber Gründer eines erfolgreichen Unternehmens sind. Für Dich kann es sich lohnen, einen Experten zu Rat zu ziehen, um grundlegende Dinge zu besprechen. Ein guter Gründungsberater kann ein großer Erfolgsfaktor in Deiner existenziellen Gründung sein.

Businessplan Workshops

Es gibt auch zahlreiche Workshops in Deutschland zur eigenständigen Fertigstellung eines Businessplans. Der Fokus dieser Workshops liegt hauptsächlich bei der Erstellung des Konzeptes und soll die grundlegenden Dinge eines Gründungsplans vermitteln.

7 Gründe, wieso Du einen Businessplan erstellen solltest

  1. Das Risiko des Scheiterns wird minimiert.
  2. Dein Plan gibt Dir eine Orientierung und Struktur in Deinem Business.
  3. Am Anfang steht immer die Idee. Nur muss sie am Ende in einem Businessplan manifestiert werden.
  4. Durch einen effektiv ausgearbeiteten Businessplan kannst Du zielgerechter Deine Wunschgruppe finden.
  5. So beschäftigst Du Dich mit der Analyse des Wettbewerbers und kannst dadurch einen besseren Vertrieb aufbauen.
  6. Du ermittelst so den genauen finanziellen Bedarf für Dein Business.
  7. Dein Businessplan ist der Grundstein für Deinen Erfolg.

Businessplan mit Word oder Excel ist nicht mehr zeitgemäß

Bei der Businessplanerstellung sind die Standardprogramme Word oder Excel. Diese sind aber lange nicht mehr zeitgemäß.  Unter anderem kann es Dir schwer fallen, ohne Expertenhilfe mit diesen Programmen einen Businessplan zu erstellen. Man startet selbstständig bei null und hat keinen Leitfaden bei der Gliederung. Somit muss man die gesamte Formatierung selber gestalten. Vor allem bei der Finanzplanerstellung bei Excel können schnell viele Fehler entstehen.

Besser ist es, wenn Du hierzu Vorlagen verwendest. Viele Informationen findest Du ganz einfach im Internet.

Diese 7 Fehler solltest Du bei einem Businessplan vermeiden

  1. Übernehme keine vorgefertigte Vorlage von einem Beispieltext. Die Gefahr bei der Übernahme eines solchen Beispieltextes ist, dass dieser nicht individuell auf Dein Unternehmen zugeschnitten ist. Auch wenn es einfach sein sollte, solltest Du es nicht in Betracht ziehen. In Ordnung ist nur, wenn Du Dir Anregungen für Deinen Businessplan holst, den Du selber erstellst.
  2. Du darfst Dich als Gründer bzw. Dein Gründerteam nicht vernachlässigen. Meistens ist es so, dass die Gründer ihre Ideen in den Vordergrund stellen. Doch die beste Gründungsidee bringt nichts, wenn die Person dahinter sie nicht umsetzen kann. Erwähne immer Deine Qualifikationen, um ein kompetenten Eindruck von dir zu vermitteln.
  3. In vielen Fällen kommt die Marktforschung zu kurz. Auch für einen Geschäftsplan solltest Du Dir die Zeit nehmen und eine solche Forschung durchführen. Diese kann sehr hilfreich sein, um Dein Vorhaben besser zu skalieren.
  4. Der Fehler zu sagen, dass Du keinen Wettbewerb hast. In diesem Fall werden die Investoren sehr hellhörig und stellen diese Aussage sehr schnell in Frage. Somit sei zu sagen, dass Du bei der Marktforschung sehr gewissenhaft vorgehst.
  5. Der Annahme sein, dass die Werbung es schon richten wird. Gerade am Anfang sind die Anwender in weiter Ferne. Deswegen solltest Du so exakt wie möglich aufführen, wie Du die Kunden erreichen willst und was dieses unter Umständen kostet.
  6. Der Auffassung sein, dass Dein Produkt oder Deine Dienstleistung toll ist. Ist es das wirklich bzw. wird es dem User auch so vermittelt? Oft ist es so, dass die Vorteile eines Produktes nicht deutlich genug ausgearbeitet sind. Wenn diese für den User nicht sichtbar sind, dann weiß er auch nicht, welchen Mehrwert er von Deiner Ware zu erwarten hat. Genauer gesagt, sind es diese unspezifischen Angaben, die zu einem Misserfolg führen können.
  7. Oft wird die Finanzplanung zu optimistisch angesetzt. Der Fehler hierbei ist die Annahme, dass durch Werbung oder einer geschalteten Kampagne sich direkt ein Erfolg einstellt. Selbst bei großen Unternehmen kann es eine Weile dauern, bis sich sichtbare Erfolge verbuchen lassen. Erfahrungsgemäß dauert es 12 bis 18 Monate bis sich damit wirklich Geld verdienen lässt. Dadurch ist der Kapitalbedarf oftmals höher als am Anfang angenommen. So können finanzielle Engpässe entstehen, die vorher nicht mit eingerechnet wurden.

Fazit

Um Deine entwickelte Geschäftsidee ausreichend zu prüfen, solltest Du auch heute noch das Werkzeug des Businessplans für Dich nutzen. Die Strategie ist wichtig, wenn du Geldgeber, Kreditgeber, Gesellschafter oder potenzielle Käufer für Dich gewinnen willst. Somit ist er eine Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Zusammenarbeit mit Interessenten geschaffen.

Bei der Anfertigung und Planung eines solchen Geschäftsplans solltest Du Schritt für Schritt darauf achten, dass Du wirklich alle formalen und inhaltlichen Anforderungen, so gut es geht, ausarbeitest.

Dir sollte aber im Klaren sein, dass der Geschäftsplan in erster Linie für Dich selber ist. Siehe ihn eher als eine Art Chance, Dein Geschäftsvorhaben zu überprüfen und strukturiert durchzuplanen. Geh im Einzelnen noch einmal alles akribisch durch und lass dabei nichts außer Acht.

Wenn Du das berücksichtigst, kannst Du als Existenzgründer noch die notwendigen Schritte einleiten, um Deiner Firma als Existenzgründer zum Triumph am Markt zu verhelfen.

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