Keine Neidgefühle mehr am Arbeitsplatz? – So geht‘s!

Du solltest dich mit deinen Neidgefühlen akzeptieren.
Denn du bist neidisch, wenn du glaubst, dass dir etwas Wichtiges fehlt, was der andere besitzt.
Das ist vielleicht kein schöner Zug von dir, aber so ist das nun mal.

Denn wir Menschen sind alle Individuen mit individuellen Gefühlen und Neid ist etwas Menschliches, wogegen man sich nicht wehren kann.
Doch man kann lernen, wie man in solchen Situationen Haltung bewahrt.

Es gibt fast keinen Ort, der Neid frei ist, und auch am Arbeitsplatz bleibt er nicht aus.
Dieses negative Gefühl in dir fängt schon bei Kleinigkeiten an, z.B. wenn sich jemand anderer ein wenig besser mit dem Chef versteht, als du oder wenn ein Mitarbeiter sich jeden Tag aufs Neue eine Verspätung erlaubt und der Chef ihm deiner eigenen Meinung nach nicht genug Schelte erteilt.
Was noch wichtig anzumerken ist, dass wir nur auf jemanden eifersüchtig sind, der etwa gleichrangig ist.

So bewahrst Du Haltung

Das größte Problem an Neidgefühlen am Arbeitsplatz ist, dass sie nur sehr selten angesprochen werden.
Denn wie will man etwas aus der Welt schaffen, wenn man dem Problem nicht auf den Grund geht?
Am besten solltest du mit allen Beteiligten eine Aussprache halten. Ein Konflikt darf nicht eskalieren, ansonsten wird es schwer, die Wogen wieder zu glätten.
Doch vorher solltest du die Situation nochmal gründlich analysieren, denn vielleicht reagierst du auch überempfindlich, ohne es zu merken.

Wenn das der Fall ist, dann frage Dich:

o Wer ist tatsächlich das Opfer?
o Hast Du eventuell zum Auslösen des Konflikts beigetragen?
o Wer ist der Urheber?
o Was animiert den Kollegen/die Kollegin dazu, Dich zu ärgern?
o Was möchte er/sie dadurch erreichen, welches Ziel verfolgt der/diejenige?
o Welche Position besitzt er/sie?
o Gibt es Verbündete, denen Du Dich anvertrauen kannst?
o Wie könnte man den Konflikt lösen?
o Was kannst/möchtest Du zur Konfliktlösung beitragen?

Wenn Du es vollbracht hast, das Gespräch stattgefunden hat und es Deiner Meinung nach auch gefruchtet hat, dann warte ab.
Verfolge und beobachte, ob und wie die Person sich Deiner Worte/Warnung angenommen hat und sie umsetzt. Wenn der Konflikt dennoch kein Ende nimmt, suche ein erneutes Gespräch. Zeige, dass Du zu einer Lösung des Konflikts bereit bist.
Vermittle Kompromissbereitschaft. Ziehe Dich nicht zurück und werde somit ein Außenseiter, sondern knüpfe Beziehungen zu anderen Kollegen/innen. Wenn alle Stricke reißen, scheue Dich nicht vor dem Gang zum Vorgesetzten oder Arbeitgeber.
Auf keinen Fall darfst Du Dich unterkriegen lassen. Bewahre bei Auseinandersetzungen Ruhe und stelle Dich Deinem Kontrahenten mit sachlichen Argumenten. Schließlich geht es um Deinen Arbeitsplatz.
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Ein Gastbeitrag unserer Praktikanten Angelina Schmidt und Michael Chromin.

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