Kotzbrocken-Alarm: Wie arbeite ich mit schwierigen Menschen zusammen?

7 Tipps für professionelle Lösungen

Immer wieder wirst du mit schwierigen Menschen zu tun haben, mit denen du nicht reibungslos zusammenarbeiten kannst. Zu anderen findest du auf Anhieb einen Draht. Mit wieder anderen hast du ein höflich-freundliches Verhältnis, das immer unverbindlich bleiben wird. Und dann gibt es noch diejenigen, die du absolut nicht ausstehen kannst.
Wie kommst du mit Menschen klar, die du schwierig und geradezu unausstehlich findest? Hilfreich ist es, sich zu erinnern, dass niemand perfekt ist. Was du gegenüber anderen empfindest, löst du selber vielleicht auch bei einigen deiner Mitmenschen aus. Wir alle sind Menschen und unsere Fehler sind eben menschlich.
Meistens ist es möglich, Menschen zu meiden, mit denen du nicht klar kommst. In manchen Situationen lässt es sich aber nicht verhindern, dass du mit ihnen zusammenarbeiten musst. Stell dir vor, du hast einen Kunden, den du nicht riechen kannst. Wenn seine Nummer auf dem Display deines Telefons auftaucht, ist dein Tag versaut. Ich gebe dir heute Tipps, wie du diese Herausforderung in eine positive Situation wenden kannst, wenn du ein paar Dinge im Hinterkopf behältst.
Erfolgreiche Menschen haben verstanden, dass sie ihre Optionen einschränken, wenn sie nicht mit allen Menschen produktiv umgehen können. Nutz die folgenden Strategien, um dich zu befähigen, selbst mit den schwierigsten Menschen eine gute Basis zur Zusammenarbeit herzustellen.

1. Akzeptiere, dass du nicht jeden magst

Fakt ist, dass uns nicht jeder „liegt“. Wenn du mit einem nörgeligen und zänkischen Menschen zu tun hast, wird er wohl nie ein guter Freund werden.
Ihn nicht zu mögen, ist völlig in Ordnung. Aber deine Antipathie macht aus deinem Gegenüber noch lange keinen grundsätzlich schlechten Menschen. Irgendwie musst du mit ihm klarkommen, wenn du mit ihm Aufgaben lösen willst. Es passt halt nicht zwischen euch. Ihr habt lediglich auf professioneller Ebene miteinander zu tun. Gefühle kannst du deshalb getrost außen vorlassen.

2. Geh aufmerksam mit deinen Gefühlen um

Mit jemandem umzugehen, dessen Art dich so richtig aufregt, kann negativen Einfluss auf deine eigenen Gefühle haben. Eine richtige Giftspritze kann dich aus der Haut fahren lassen. Allerdings nur, wenn du das zulässt. Du allein bestimmst, in welche Stimmung du dich bringst. Lass nicht zu, dass die negative Haltung der Nervensäge dich beeinflusst.
Du kannst sie nicht links liegen lassen oder die miesepetrige Aura missachten, die sie verströmt. Tatsache ist, dass du bestimmte Gefühle empfindest, wenn dich jemand nervt. Lass diese Gefühle vergehen. Es kann helfen, einfach zu nicken und zu lächeln. Denk dir deinen Teil. Warum solltest du deine Energie für eine solche Person verschwenden…

3. Fingerspitzengefühl statt Temperamentsausbruch

Trainier dir ein neutrales Pokerface an. Damit trittst du allen Menschen höflich und freundlich gegenüber. Das bedeutet nicht, dass du nun mit jedem übereinstimmst, den du nicht magst. Du schaffst mit dieser Haltung lediglich einen Rahmen innerhalb der gesellschaftlichen Konventionen im Umgang mit schwierigen Menschen.
Sei nachsichtig mit der Person, aber entschlossen in zu lösenden Problemen. Konzentrier dich auf noch offene Fragen, statt dich über die Haltung des Gegenübers aufzuregen und ihn/sie persönlich anzugreifen („Wie kann man die einfachsten Dinge nicht verstehen…“). Bleibst du immer so sachlich, wirkst du professionell und positiv und wirst in ähnlichen Situationen die Oberhand behalten.

4. Nimm es nicht persönlich

Oft liegen die Ursachen für unangemessenes Verhalten bei demjenigen, der sich daneben benimmt. Er meint gar nicht dich, sondern macht sich gerade Luft. Betrachte eine solche Gelegenheit einfach mal aus dieser Perspektive: Was kann passiert sein, das den Menschen so aus der Fassung bringt? Dadurch lenkst du den Blick weg von deiner Reaktion und den damit verbundenen negativen Gefühlen.
Eine gute Vorbereitung ist ebenfalls hilfreich. Wenn du genau weißt, dass du wieder mit dieser Person zusammentreffen musst, überlegt dir vorher genau, wie du ihr den Wind aus den Segeln nehmen kannst. Ein ruhiges und entschlossenes Auftreten, orientiert an der Sache und entschieden in der Vorgehensweise, lässt Provokationen einfach auflaufen.

5. Entzieh dich dem Irrationalen

Lässt du dich auf Auseinandersetzungen mit einem ausgemachten Stinkstiefel ein, läufst du Gefahr, irgendwann selber als Streithahn oder –henne wahrgenommen zu werden. Lass dich nicht dazu hinreißen, auf der emotionalen persönlichen Ebene Konflikte auszufechten. Bleib besonnen auf der Sachebene.
Auch wenn du abgehen könntest wie eine Rakete, atme durch und zähle in Gedanken bis 10. Wer macht sich hier gerade zum Horst? Du hast die Wahl, ob du dich genauso beknackt benehmen willst oder lieber der Professionellere bist, der sachlich bleibt und lösungsorientiert agiert.

6. Schaff einen Ausgleich der Kräfte durch die Art deiner Kommunikation

Manche merken es einfach nicht. Sie piesacken dich, stellen deine Kompetenz infrage und kritisieren deine Arbeit. Halt dagegen, damit sie ihr Verhalten ändern. Es gibt ihnen Macht, wenn sie ihre Aggressionen ausleben können. Dreh den Spieß um. Stell ihnen konstruktive Fragen zu ihrem Arbeitsbereich, lock sie mit Themen zu ihrem Fachgebiet aus der Reserve.
Versuchen sie, deine Arbeit verächtlich zu machen, frag, was genau sie kritisieren. Haben sie ihre Erwartungen an die Ergebnisse zuvor klar definiert? Fordere Respekt ein, wenn gemobbt wird. Du bleibst schließlich auch höflich. Wer sachlich bleibt, reagiert professioneller.

7. Du bestimmst, wie es dir geht

Lass dir nie von einem Motzer den Tag verderben. Machen sich Wut, Frust, Gekränkt sein oder andere Gefühle bei dir bemerkbar, nimm sie wahr und geh in dich. Machst du dich gerade abhängig von der Meinung anderer über dich und deine Leistungen?
Häufig sind wir am intensivsten getroffen, wenn ein Kern Wahrheit in dem steckt, was ein anderer sagt. Wir hadern selber im tiefsten Innern damit. Deshalb reagieren wir besonders heftig. Das kann uns aber nur passieren, wenn wir unser Selbstwertgefühl aus der Beurteilung anderer schöpfen. Das macht uns verletzlich und bietet Angriffsflächen.
Mach dir klar, wo deine vermeintlichen Schwachpunkte liegen. Frag dich, ob du zu hart mit dir umgehst. Niemand kann und weiß alles. Gehst du souverän damit um, können dich Sticheleien und Angriffe nicht aus der Ruhe bringen. Du selbst baust dein Selbstbewusstsein auf und schützt dich mit einem gesunden Selbstwertgefühl. Welche Folgen es haben kann, sich zu sehr herunterziehen zu lassen, kannst du im meinem E-Book “Burn-out und Depressionen” nachlesen.

Kotzbrocken-Alarm? Tja, da hat sich mal wieder jemand nicht im Griff und verhält sich absolut unprofessionell. Dem nehme ich doch gleich den Wind aus den Segeln. Zur Sache bitte!
Herzlichst
Mike Warmeling

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