Sicherer gründen

Ein oft genutztes Argument gegen den Schritt in die Selbstständigkeit ist die mangelnde Sicherheit. Es gibt viele Fakten, mit denen sich dieses Argument entkräften lässt:

● Der Wandel in der Beständigkeit von angestellten Arbeitsverhältnissen macht diese unsicherer.

● Die persönliche Absicherung durch eine freiwillige Arbeitslosenversicherung eröffnet einen Sicherheitskorridor zurück in die Anstellung.

● Die vernünftige Rücklage von 30 % der Einnahmen als Steuerrücklage minimiert das Problem, den finanziellen Überblick zu verlieren.

● Nur rund ein Viertel aller Unternehmensschließungen von „jungen“ Unternehmen (bis 5 Jahre Geschäftstätigkeit) ist mit einer Insolvenz verbunden. Weit mehr Unternehmen schließen aus „persönlichen“ Gründen, z.B. weil die Jungunternehmer sich zerstritten haben.

Auf das „Gewusst wie“ kommt es an

Aber wie lassen sich die Chancen, nachhaltig und erfolgreich zu gründen, erhöhen? Ein ganz wesentlicher Punkt, sicherer zu gründen, ist die Art der Gründung.
50 % aller Gründer mit einer eigenen Geschäftsidee scheitern laut einer Statistik der IHK schon nach relativ kurzer Zeit. Nach 5 Jahren sind bereits 70 % der Unternehmen nicht mehr am Markt. Aber: Nur weniger als 10 % der Nutzer von Franchise- und Lizenz-Konzepten geben auf oder müssen schließen.
Mit einem erprobten Konzept an den Start zu gehen, minimiert also das Risiko einer Gründung ganz erheblich. Es bedeutet für den Gründer auch, über einen Wettbewerbsvorteil zu verfügen, denn andere Selbstständige müssen erst über einen längeren Zeitraum ausloten, was in ihrem Business wie funktioniert. Das macht den Gründer mit einem bestehenden Geschäftskonzept dank marktgeprüftem Wissensvorsprung durchsetzungsfähiger. Er profitiert vom Know-how des Partners, das ihm in Schulungen vermittelt wird. Darüber hinaus muss er seine Energie nicht auf innovative Entwicklungsarbeit verwenden, sondern kann sich auch darin auf den starken Partner im Hintergrund verlassen. Deshalb kann sich der Gründer komplett auf sein Tagesgeschäft und die positive Entwicklung seines Business konzentrieren. Möchtest du mehr über Franchise- und Lizenzsysteme erfahren? Lies einfach mein kostenloses E-Book „Geschäftsidee Franchise Unternehmen“.

Unternehmerpersönlichkeit entwickeln

Nicht abnehmen kann der Franchise- oder Lizenzgeber seinem neuen Partner allerdings das unternehmerische Standing. Sich selbst zu motivieren und zu disziplinieren, ständig weitreichende Entscheidungen zu fällen und umzusetzen, beharrlich an der Entwicklung des Unternehmens arbeiten, Rückschläge für Verbesserungen nutzen – all das muss der Existenzgründer lernen und tatsächlich tun.

Einstellungen verändern: Verkaufen und kaufmännisches Denken lernen

Ganz häufig fehlt dem frischgebackenen Unternehmer eine wesentliche Fähigkeit: Er kann nicht verkaufen. Er oder sie hat sich intensiv in die Geschäftsidee eingearbeitet, das Unternehmen steht, aber plötzlich müssen Produkte oder Dienstleistungen angeboten und verkauft werden. Die Angst vor einem „Nein“ lässt viele Existenzgründer erstarren wie das Kaninchen vor der Schlange. Bemerkst du solche Tendenzen bei dir, schau auf deine Glaubenssätze, die du dir in früher Jugend eingeprägt hast: „Vertreter gehen Klinken putzen.“ Oder: „Verkäufer sind doch alle Lügner.“ Kennst du diese Negativsätze auch, die den Bereich Vertrieb und Verkauf in ein schlechtes Licht setzen? Möglicherweise halten dich diese Vorbehalte unbewusst davon ab, aktiv zu verkaufen. Neue Glaubenssätze können hilfreich sein: „Meine Produkte/Dienstleistungen bringen Menschen Vorteile. Deshalb werde ich sie erfolgreich verkaufen.“ Oder: „Ich bin ein guter Verkäufer und biete meinen Kunden Lösungen nach ihrem Bedarf.“ Leider gibt es wenige Coaches, die das verkäuferische Know-how intensiv trainieren. Ich begleite neue Partner grundsätzlich auch in diesem Bereich, weil er eine der wichtigsten Qualifikationen für Unternehmer darstellt.
Andere Unternehmer sind beim Start so überzeugt von ihrer Geschäftsidee, dass sie euphorisch von einer massenhaften Nachfrage ausgehen. Wer das Produkt oder die Dienstleistung kennenlernt, wird automatisch davon begeistert sein und zugreifen? Optimismus ist wichtig bei der Existenzgründung, eine realistische Marketingplanung jedoch unverzichtbar. Wer ist mein potenzieller Kunde, wo erreiche ich ihn, was kostet das? Wie macht es mein Wettbewerb? In welchem Preissegment siedele ich mein Angebot an? Bleibt bei meiner Kalkulation eine tragfähige Marge vom Umsatz für mich als Unternehmer übrig, wenn ich alle Kosten berücksichtigt habe?

Innere Barrieren überwinden

Auch wenn die Gründung das Ziel meiner Träume ist, kann ich nur für einen überschaubaren Zeitraum 60 – 70 Stunden in der Woche arbeiten. Der “Papierkram” darf nicht das sein, was im laufenden Geschäft immer liegenbleibt, weil ich alles andere wichtiger finde. Ein Widerstand, den Existenzgründer oft überwinden müssen, ist ihre Aversion gegen Zahlen. „Mathe war schon in der Schule nicht so mein Ding.“ Wenn du dein Unternehmen erfolgreich weiterentwickeln willst, musst du konstant den Überblick über bestimmte Kennzahlen haben. Fehlt dir das kaufmännische Wissen, musst du es dir aneignen. Am besten noch vor der Gründung. Die Zahlen bilden ab, wie es um dein Unternehmen steht. Sie sind die objektivste Quelle, um sich ein realistisches Bild zu machen. Dafür musst du sie aber lesen und auswerten können. Deine Zahlen-Aversion wird sich legen, wenn du beim Lernen erlebst, wie hilfreich sie sein können.

Als Coach und Mentor begleite ich Existenzgründer über den Start hinaus. Das Gefühl von Unsicherheit ist subjektiv. Man kann wieder ruhiger schlafen, wenn man faktisch etwas für seine Sicherheit getan hat. Dazu zählt es, aktiv an der Entwicklung seiner Unternehmerpersönlichkeit arbeiten, indem man dazulernt und neue Fähigkeiten trainiert. Das ist harte Arbeit, aber sie zahlt sich aus! an einem unserer Infotage kann du kostenlos viele praxiserprobte Tipps zum Thema bekommen. Melde dich einfach kostenlos an!

Herzlichst
Mike Warmeling

 

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